Eingeschränktes Passieren unserer Grenzen, dramatische Umweltschädigungen, historische Belastungen zwischen Deutschen, Polen und Tschechen sind einige Gründe, die 1991 zur Herausbildung der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa geführt haben.
Die Handlungserfordernisse waren augenscheinlich, genauso wie die zu diesem Zeitpunkt zu verzeichnende europäische Solidarität in Form finanzieller Hilfen.
Im Gebiet der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa konnten damit in den dringlichsten Handlungsbereichen bis Ende 2006 über 2.600 Projekte
Förderungen erhalten. Das steht für eine Gesamtfördersumme von ca. 306.000.000 Euro.
Detaillierte Informationen sind auch einsehbar unter
INTERREG III A und
PHARE-CBC.
Viel wurde damit erreicht und unser Dank gilt den Vordenkern, den Protagonisten, den Politikern Westeuropas, die dafür die Wege geebnet und die Weichen gestellt haben, insbesondere aber den Volkswirtschaften und den Menschen, die zur Fondsbildung beigetragen haben.
Förderprogramme
Vieles bleibt noch zu tun und wir freuen uns umso mehr, dass erneut, im Rahmen der Förderperiode 2007 – 2013, weitere europäische Hilfen mit der Zielstellung des Ausbaus der territorialen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (Ziel 3) erwartet werden dürfen.
Die Euroregion Neisse-Nisa-Nysa partizipiert an drei Programmen:
Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und der Republik Polen | |
entlang der sächsisch-tschechischen Grenze am | |
beidseitig um den Grenzabschnitt zwischen Sachsen und dem gegenüberliegendem polnischen Gebiet am |
Kleinprojektefonds (KPF)
Auf der Grundlage der allgemeinen Fördergrundsätze und im Einklang zur Ausrichtung und den Fördersektoren oben bezeichneter Programme sind insbesondere unter den Zielen
- Pflege und Intensivierung der grenzübergreifenden Information, Kommunikation und Kooperation zwischen Bürgern, Vereinigungen und Behörden aus dem gemeinsamen Fördergebiet sowie
- Stärkung der Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Lebensraum
so genannte Kleinprojektefonds eingerichtet.
Die in diesem Rahmen nutzbaren finanziellen Mittel werden auf der Ebene der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa (im nördlichen Gebiet auch in Zusammenarbeit mit der Euroregion Spree-Neiße-Bobr) verwaltet und verantwortet.
Zu den geltenden Regelungen, Verfahrensabläufen, Kontaktstellen und Ergebnissen wird nachfolgend informiert:
- Kleinprojektefonds des Programms Tschechien – Polen
zur Anwendung in den tschechischen und polnischen Teilen der Euroregion Neisse - gemeinsamer Kleinprojektefonds des Programms Sachsen – Tschechische Republik
zur Anwendung in den deutschen und tschechischen Teilen der Euroregion Neisse - Kleinprojektefonds im Operationellen Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen - Polen 2007 - 2013
im Gebiet des deutschen Teils der Euroregion Neisse und des polnischen Gebiets der Euroregion Sprewa-Nysa-Bóbr - gemeinsamer Kleinprojektefonds im Operationellen Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen – Polen 2007 - 2013
zur Anwendung im deutschen und polnischen Teil der Euroregion Neisse
Fonds Regionenarbeit
Regionenarbeit ist ein Programm des Freistaats Sachsen zur Förderung von Veranstaltungen und Projekten der regionalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Ziel ist es, Kontakte zwischen sächsisch-tschechischen und sächsisch-polnischen Gemeinden, Vereinen, Schulen etc. innerhalb der Euroregion durch finanzielle Unterstützung zu pflegen und zu intensivieren. Dies betrifft Maßnahmen, die nicht über das Förderprogramm Ziel 3 gefördert werden können.
In der Regel beträgt die Förderhöhe bis zu 1.500 EUR.
Folgende Maßnahmen können gefördert werden:
- Seminare, Konferenzen, Symposien
- Kultur- und Sportveranstaltungen, Ausstellungen, Workshops
- Begegnungen von Kommunalpolitikern
- Herstellung von Informationsmaterial und Publikationen
Antragsteller können sein: Kommunalgemeinschaften wie z. B. die sächsischen Euroregionen, Vereine, Verbände, Kommunale Körperschaften des öffentlichen Rechts, Bildungseinrichtungen und Kirchen mit Sitz in der Euroregion.
Die Anträge sind in schriftlicher und elektronischer Form bei der Landesdirektion Dresden, Referat 21B, einzureichen.
Eine große Anzahl von
Projekten konnte durch Nutzung des Fonds in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa bereits realisiert werden.
Weitere Fördermöglichkeiten
Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds
Auftrag des Zukunftsfonds ist es, auf vielfältige Weise die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen zu fördern, die Zahl der beidseitigen Begegnungen zu erhöhen und die Formen der Zusammenarbeit durch die Unterstützung von gemeinsamen Projekten zu erweitern.
Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Die Hauptaufgabe des DPJW ist die Förderung des deutsch-polnischen Schüler- und Jugendaustausches.
Weitere Informationen finden Sie auf www.dpjw.org


